Deutschland, das Land der Sekttrinker: Etwa 450 Millionen Flaschen Sekt werden in Deutschland jährlich getrunken. Deutschland ist damit der weltweit größte Schaumweinmarkt. Die Sekt-Auswahl im Supermarkt und im Fachhandel ist riesig. Viele Sekt-Fans greifen gern zu Sekt, Champagner & Co. – wissen aber nur wenig über den Schaumwein.
Sekt oder Champagner?
Sekt und Champagner sind Schaumweine, haben aber eine unterschiedliche Herkunft. Bei Champagner handelt es sich um Schaumweine aus dem französischen Weinbaugebiet Champagne. Der Begriff Champagner ist markenrechtlich geschützt. Die Bezeichnung Sekt wird hingegen im deutschsprachigen Raum für Schaumweine verwendet.
Wie wird Sekt hergestellt?
Das traditionelle Herstellungsverfahren für Sekt ist die Flaschengärung. Der Sekt wird in seiner Originalflasche mindestens neun Monate gelagert. Sekt ist nahezu frei von Zucker. Mit der Dosage, einer fein abgestimmten Zugabe von Zucker, erhält der Sekt seinen individuellen Charakter.
Geschmacksrichtungen des Sektes
Die wohl bekannteste Geschmacksrichtung von Schaumwein, Sekt und Champagner ist Brut. Bei Brut darf der Restzuckergehalt bei maximal 15 Gramm pro Liter liegen. Schaumweine mit der Geschmacksrichtung Brut haben einen herben Charakter. Nach der aktuellen EU-Verordnung sind insgesamt sieben Geschmacksrichtungen für Schaumweine zugelassen: Von Naturherb über Brut bis Mild. Ein 75 ml-Sekt der Geschmacksrichtung Brut hat damit einen Zuckeranteil von 4,5 Gramm pro Flasche, der etwa anderthalb Stücken Würfelzucker entspricht.
Sekt köpfen
Schaumwein steht unter Druck. Wenn der Sekt korrekt geöffnet wird, knallt der Korken nicht aus der Flasche. Man löst das Drahtgestell, fixiert den Korken und dreht die Flasche nur leicht.
Warum sprudelt Sekt?
Die spritzige Kohlensäure entsteht bei der Flaschengärung. Dem Sekt darf also nicht – wie Mineralwasser und Softdrinks – Kohlensäure zusätzlich beigesetzt werden. Allerdings hat der TÜV bereits Sekt enttarnt, dem fast die gesamte Kohlensäure künstlich zugefügt wurde.
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