Alle Weine in der Europäischen Union mit einem Volumen von weniger als 60 Litern tragen ein Etikett, das von der EU und den französischen Behörden entwickelt wurde. Verbraucher erhalten mit den Pflichtangaben auf dem Etikett alle wichtigen Informationen zur gewünschten Weinsorte wie Lage, Qualitätsstufe und Prüfnummer auf einen Blick.
Die Angaben auf Weinetiketten umfassen:
Qualitätsstufe: Tafelwein, Landwein, Qualitätswein, Prädikatswein
Herkunft: Geografische Herkunft des Weines, nicht für alle Qualitätsstufen vorgeschrieben
Abfüller: Sitz des Abfüllers oder Erzeugers, wenn der Erzeuger noch selbst abfüllt
Alkoholgehalt: Der Alkoholgehalt des Weines wird in Prozent angegeben
Flaschenvolumen: Das Volumen der Flasche
Weinart: Rotwein, Weißwein, Roséwein – allerdings nicht für alle Weine zwingend vorgeschrieben
Loskennzeichnung: Zuordnungsnummer für Weine einer Produktion
Prüfungsnummer: Nummer bei Qualitätsweinprüfungen
Zusätzlich enthalten alle europäischen Weine seit 2006 die Aufschrift „Enthält Sulfite“, wenn Schwefel zur Herstellung verwendet wird.
Wahlweise werden auf dem Etikett folgende Angaben zum Wein vorgenommen: Rebsorte, Jahrgang, Geschmack (trocken, halbtrocken), Lage.
Weinkenner berücksichtigen bei der Auswahl eines Weines vor allem die Angaben zum Erzeuger oder Abfüller des Weines, sowie die Lage. Mit den Angaben zur Lage wird der Charakter des Weins aussagekräftig umschrieben. Angaben zur Lage sind jedoch nicht allerorts üblich.
Viele Weine aus dem deutschen Handel enthalten Angaben zur Rebsorte. In Frankreich ist die Angabe zur Rebsorte eher unüblich, da die Lage bereits alles über den Charakter des Weines aussagt.